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Werkzeuge - Arbeitsschutz

Wir kennen sie alle, die mit Schutzbrille, Schnittschutzhose, Sicherheitsschuhen und Gehörschutz ausgerüsteten HeimwerkerInnen, die uns von den Seiten der Baumarktheftchen anstrahlen und zum Start eines Do-it-Yourself-Projekts animieren. Und wann, wenn nicht jetzt im Frühling, ist die beste Zeit ein eigenes Projekt zu starten. Was es dazu alles braucht, das erklären wir euch in diesem Artikel.

Den alten Gartentisch mal wieder auf Hochglanz polieren, der Küche einen frischen Anstrich verpassen oder direkt das Badezimmer neugestalten. Solche Projekte wollen gut geplant sein. Neben dem Öl für den Gartentisch, der Farbe für die Küche oder den Fliesen für das Badezimmer, braucht es natürlich auch das richtige Werkzeug bzw. die entsprechenden Geräte. Wer bei seiner Einrichtung ganz auf Echtholzmöbel gesetzt hat, der wird die Schleifmaschine für den Gartentisch längst sein Eigen nennen. Kommt sie allerdings nur einmal im Jahr für den Holztisch im Garten zum Einsatz, stellt sich die Frage, ob sich eine Anschaffung lohnt. Und auch bei der Renovierung des Badezimmers steht man irgendwann vor der Entscheidung, ob man den Stemmhammer im Anschluss wirklich noch einmal braucht. Hier helfen zum Glück die meisten Fachgeschäfte mit einem Leih-Service weiter, sodass ein Kauf der meisten Geräte nicht notwendig ist.

Wie sieht es aber mit dem Arbeitsschutz aus? Schnell denken wir bei diesem Thema an den beruflichen Alltag von Bauarbeitern, wie sie mit Helmen und Sicherheitsschuhen über eine Baustelle laufen. Oder derzeit natürlich an die Mund-Nase-Masken, die wir nun auch im Alltag tragen müssen. Dazu haben wir Bilder von Pflegepersonal vor Augen, gekleidet mit Kasacks und Atemschutzmasken vor Mund und Nase. Aber auch im privaten Umfeld ist die Frage des Arbeitsschutzes angebracht. Knapp 2,8 Millionen Menschen verletzen sich jährlichen im eigenen Haushalt. Ein nicht unerheblicher Teil geht auf Stürze und Schnittverletzungen zurück. Und welcher Heimwerker kennt das nicht? Die Einkaufsliste für den Baumarkt ist gut gefüllt, die Motivation mit den Arbeiten zu beginnen ist hoch. Doch kaum setzt man im heimischen Garten das Schleifgerät auf dem Gartentisch an, wird man sich des Nutzens einer Atemschutzmaske und einer Brille bewusst. Und nichts ist ärgerlicher als dann die Arbeit unterbrechen und dem Baumarkt einen zweiten Besuch abstatten zu müssen. Umso wichtiger ist es, sich bereits im Vorfeld Gedanken über ausreichenden Arbeitsschutz zu machen. Damit beim nächsten Projekt nichts untergeht, haben wir für euch die wichtigsten Utensilien einmal zusammengefasst.

Handschuhe

Zu den Situationen in denen das Tragen von Handschuhen sinnvoll ist, zählen insbesondere Gartenarbeiten, Malerarbeiten und der Umgang mit Farben oder gar Chemikalien Auch bei den meisten Arbeiten mit Werkzeugen sind Handschuhe hilfreich. Doch grade hier gibt es ein paar Ausnahmen, die es zu beachten gilt: bei Arbeiten mit drehenden Maschinen, wie zum Beispiel einer Kreissäge oder einer Bohrmaschine, sollte man auf das Tragen von Handschuhen verzichten, da sich diese in den rotierenden Geräteteilen verfangen können. Bei der Wahl der Handschuhe gilt es auch die für den Einsatz passenden Art zu wählen. So gibt es zum Beispiel spezielle Malerhandschuhe aus Nylon mit einer wasser- und ölbeständigen Beschichtung. Sie bieten dabei sowohl eine gute Griffsicherheit als auch weiterhin viel Feingefühl in den Fingern. Beim Umgang mit Chemikalien hingegen eignen sich eher Materialien wie Latex oder Kautschukarten um einen sicheren Schutz vor gefährlichen Stoffen zu bieten.

Schutzbrille

Immer dort wo beim Arbeiten Partikel entstehen und in die Augen gelangen können, ist das Tragen einer Schutzbrille obligatorisch. Vor allem bei Schleif- und Sägearbeiten aber auch beim Umgang mit Chemikalien. In diese Kategorie fallen bereits heimische Reinigungsmittel.

Atemschutzmaske

Auch Masken kommen immer dann zum Einsatz, wenn es um Arbeiten mit Stäuben oder anderen (gefährlichen) Partikeln geht. Aber auch wenn durch die Arbeit Tröpfchen (auch Farbtröpfchen) in die Luft gelangen und eingeatmet werden können, bietet sich das Tragen einer Maske an. Es gibt eine Reihe unterschiedlicher Maskentypen. Die im privaten Bereich am häufigsten genutzten Masken sind jedoch die Halbmasken ohne austauschbaren Filter, die je nach Filterleistung in den Ausführungen FFP1, FFP2 und FFP3 erhältlich sind – und wir alle nun leider während der Pandemie ja kennengelernen mussten.

Sicherheitsschuhe

Wie schnell ist es passiert, dass beim Verlegen des neuen Gehwegs eine Platte aus der Hand rutscht oder auch der Hammer versehentlich fallen gelassen wird. Ärgerlich ist es in jedem Fall. Wenn es dann allerdings auch noch den Fuß trifft, bedeutet das darüber hinaus nicht unerhebliche Schmerzen. Festes Schuhwerk und eine Schutzkappe aus Aluminium, Stahl oder Titan können davor schützen und zeichnen Sicherheitsschuhe aus. Ähnlich wie die Atemschutzmaske, werden die Schuhe ebenfalls in Kategorien unterteilt. Für Heimwerker empfehlen sich Sicherheitsschuhe ab Kategorie S2. Besser sind noch Schuhe der Kategorie S3, die neben der Wasserdichtigkeit auch einen Durchtrittschutz bieten und so verhindern, dass sich spitze Gegenstände durch die Schuhsohle in den Fuß bohren können. Leider eine Verletzungsmöglichkeit, die auf Baustellen durch herumliegende Nägel z.B. in alten Latten immer wieder vorkommt.

Bildquelle: picjumbo via pixabay.com

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