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Natürliche Oberflächen wie Holz, Ton und Stein können sich positiv auf unser Raumklima auswirken. Natürliche Materialien nehmen Feuchtigkeit aus der Luft auf und tragen zur Verhinderung von Schimmelbildung bei, verbessern die Luftqualität. Doch was passiert, wenn die natürlichen Oberflächen mit schadstoffhaltigen Mitteln behandelt werden? Welche Auswirkungen das auf Atmung und Wohlbefinden haben kann und was dagegen zu tun ist, zeigen die folgenden Tipps.

Mehr als Ästhetik: Darum sind natürliche Oberflächen so gut für das Raumklima

Neben dem ästhetischen Wert können diese Oberflächen auf verschiedene Weise zur Regulierung des Raumklimas beitragen. Holz ist bekannt für seine isolierenden Eigenschaften, d.h. es hilft, die Wärme in kalten Räumen zu halten oder abzugeben. Außerdem absorbiert es überschüssige Feuchtigkeit und trägt so dazu bei, dass die Luftfeuchtigkeit auf einem angenehmen Niveau bleibt. Darüber hinaus kann das natürliche Material Giftstoffe in der Luft beseitigen und sie herausfiltern.

Damit Holz lange ansprechend aussieht, braucht es regelmäßige Pflege. Um Risse im Material zu vermeiden, sollte man den Holztisch ölen. Je nach Beanspruchung und Holzart ca. zweimal pro Jahr. Das Öl versiegelt nicht nur die Oberfläche, sondern hält auch die Feuchtigkeit im Naturwerkstoff.

Auch Holztreppen sorgen in vielen Innenräumen für Behaglichkeit und bieten einen sicheren Tritt beim Wechsel der Etagen. Durch das ständige Auf- und Abgehen werden die Stufen ohne Schutzmatten besonders stark beansprucht und brauchen eine besonders intensive Pflege. Um eine Holztreppe auffrischen zu können, kommt wegen des Öls, ein weiches Tuch und bei stärkeren Verschmutzungen auch etwas feinsandiges Schleifpapier oder eine feine Drahtbürste zum Einsatz. Wichtig hierbei: Das Öl sollte ausreichend Zeit (ca. 24-48 Stunden) zum Einziehen bekommen, ohne die Treppenstufen zu betreten.

Auch Steinflächen, Kork und Co. haben wohltuenden Effekt auf Raumklima

Nicht nur Holz, sondern auch Steinoberflächen eignen sich für die Regulierung der Raumtemperatur. Darüber hinaus kann das Material sogar Schallwellen absorbieren, was vor allem bei großen und offenen Räumen oder Bereichen mit hohem Verkehrsaufkommen von Vorteil sein kann.

Auch Materialien auf pflanzlicher Basis wie Kork und Bambus absorbieren effektiv den Schall und tragen so zur Reduzierung des Geräuschpegels bei. Diese Materialien vermitteln auch ein natürliches, organisches Gefühl, das zu einer beruhigenden Atmosphäre beitragen kann. Außerdem sind Kork und Bambus von Natur aus nachhaltig und umweltfreundlich.

Teppiche, Lacke und andere Oberflächenmaterialien können krank machen

Synthetische Teppiche und Wandfarben enthalten oft Stoffe, die gesundheitsschädlich sein können. Dabei handelt es sich um flüchtige organische Verbindungen (VOCs), die bei bestimmten Bedingungen (beispielsweise große Hitzeeinwirkungen) verdampfen und zu einer Belastung der Luft im Innenraum führen können.

Auch in herkömmlichen Möbelreinigern, Polituren und Wachsen zur Oberflächenbehandlung von Holz und Co. können die VOCs vorkommen. Man sollte also unbedingt beim Kauf der Pflegeprodukte darauf achten, dass keine vermeintlichen Giftstoffe enthalten sind und auf biologisch-nachhaltige Präparate zurückgreifen.

Gerade in Zeiten, in denen wir viel Zeit in Innenräumen verbringen und Energie sparen müssen, also vermutlich weniger lüften werden, ist es wichtig, zu wissen, welche Oberflächen problematisch sein könnten. Dazu zählen auf der einen Seite alle geschlossenen Oberflächen wie Schleiflack, Laminat oder gespachtelte Wände, weil diese keine Feuchtigkeit aufnehmen können und damit die Gefahr von Schimmelbildung steigt. Auf der anderen Seite kann die Innenluft durch beschichtete Möbeln oder Teppiche aus Kunstfasern mit Ausdünstungen von Klebemitteln oder Kunststoffen belastet werden.

Auch die Ausgestaltung der Wände im Innenraum mit natürlichen Materialien (beispielsweise Kork oder Holzpaneele) wird immer beliebter. Ein Grund hierfür sind die möglichen Schadstoffe und Dämpfe, die in einigen Wandfarben enthalten sein können. Der Blick auf die Verpackung zeigt, wie hoch der Gehalt flüchtiger organischer Verbindungen in der gewünschten Wandfarbe ist. Man sollte darum unbedingt auf für den Innenraum geeignete Farben zurückzugreifen, im besten Fall auf natürlicher Basis, und in jedem Fall nach dem Streichen ausreichend zu lüften.

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